Endodontie

Parodontitis

… im Volksmund oft auch „Parodontose“ genannt ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparates. Im Verlauf einer Parodontitis, oft über Jahre schleichend und fast immer ohne spürbare Beeinträchtigungen, kommt es zum Knochenabbau und endet im schlimmsten Fall mit dem Verlust, nicht selten, von ansonsten völlig gesunden Zähnen. Es gehen mit steigendem Lebensalter durchschnittlich mehr Zähne durch Parodontalerkrankungen als durch Karies verloren.

Die Erkrankung wird durch Bakterien in Zahnbelägen zusammen mit anderen Risikofaktoren wie z.B. Diabetes, Rauchen etc. ausgelöst oder begünstigt. Die Zahlen der Erkrankungen sind in den letzten Jahren durch gezielte Aufklärung und Vorsorgebehandlungen, wie regelmäßige professionelle Zahnreinigungen (PZR) deutlich zurückgegangen.

Ob man eine Parodontitis hat, kann man aber nun nicht so einfach erkennen! Der erste Hinweis ist häufiges Zahnfleischbluten. Hier muss man jedoch unterscheiden, ist es noch die einfache Zahnfleischentzündung (Gingivitis), welche problemlos ohne bleibende Schäden behandelbar ist oder doch schon die Parodontitis, die im fortgeschrittenen Stadium auch durch Zahnfleischrückgang und gelockerte Zähne für Patienten erkennbar ist.

Letztendlich kann hier nur der Zahnarzt diese Erkrankung diagnostizieren.

Bei den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen werden mit einer speziellen Sonde der Blutungsindex und der Knochenverlauf an einzelnen Stellen im Kiefer gemessen (PSI). Das ist eine völlig schmerzfreie Untersuchung, die die gesetzliche Krankenkasse alle 2 Jahre bezahlt. Werden hier Veränderungen im Verlauf festgestellt, kommt es zur genaueren Diagnostik mit Anfertigung von Röntgenbildern und Messung der Taschentiefen. Wird nun eine Parodontitis festgestellt, sollten vor der eigentlichen Behandlung alle Reizfaktoren beseitigt werden (z.B. Kariesbehandlung), um eine gute Ausgangsbasis zu schaffen. Das Optimieren der häuslichen Mundhygiene ist jedoch der wichtigste Aspekt, den nur Sie erfüllen können. Die Anleitung, diese zu verfeinern, bekommen Sie bei einer professionellen Zahnreinigung (PZR), wo sie unser geschultes Personal unterstützt und anleitet.

Die Kosten der eigentlichen Parodontitisbehandlung werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wenn die Voraussetzungen für einen Behandlungserfolg geschaffen sind, die auch die Mitarbeit des Patienten einschließt. Wie in allen Bereichen unseres Gesundheitssystems gibt es auch hier die Möglichkeit, den Behandlungserfolg durch zusätzliche private Leistungen positiv zu beeinflussen.

Da es sich bei einer Erkrankung des Zahnhalteapparates (Parodontitis) um einen meist chronischen Verlauf handelt, ist sowohl eine regelmäßige Nachsorge in Form der Kontrolluntersuchungen als auch eine regelmäßige unterstützende professionelle Zahnreinigung anzuraten, um den Knochenabbau dauerhaft zum Stillstand zu bringen und ein Leben lang für ein gesundes und entzündungsfreies Zahnfleisch zu sorgen.

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